Das sollten Sie beim Grundstückskauf beachten

Thalmeier Grundstückskauf

Das sollten Sie beim Grundstückskauf beachten

Sie spielen schon längere Zeit mit dem Gedanken, sich ein Grundstück zu kaufen, wissen aber nicht, worauf Sie dabei achten sollen? Wir helfen Ihnen gerne bei der Wahl des richtigen Grundstücks und geben Ihnen hier ein paar wertvolle Tipps mit an die Hand, um nach dem Grundstückskauf nicht böse überrascht zu werden.
Wichtig: setzen Sie sich mit der Thematik auseinander und kaufen Sie ein Grundstück nicht, ohne zu wissen, warum Sie es kaufen oder weil es Ihnen gerade als billig erscheint. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass Sie mit dem Kauf eines guten Grundstücks in Ihre Zukunft Investieren. Schließlich können Grundstücke – wie Immobilien auch – als Wertanlage betrachtet werden.
 

Größe und Lage des Grundstücks

Größe und Lage des von Ihnen gewählten Grundstücks sollten so gewählt werden, dass Sie Ihr Bauvorhaben – sofern geplant – möglichst gut realisieren können. Für die Größe des Grundstücks gibt es keine Faustformel doch vielleicht können Sie sich ja an der Größe eines Einfamilienhauses orientieren. Für Bürogebäude und Wohnimmobilien bietet sich eine günstige Lage in der Nähe eines Stadtzentrums stets an. Doch auch Immobilien außerhalb haben seinen Reiz sofern die nötige Infrastruktur vorhanden ist, um sich wohl zu fühlen. Das Wohlbefinden ist ein wichtiger Punkt, der bei der Suche nach dem passenden Grundstück nicht vernachlässigt werden sollte. Bei einem Besichtigungstermin vor Ort sollten Sie potenzielle Gefahrenquellen wie chemisch verseuchte Böden, über die Ufer tretende Gewässer, wilde Tiere oder Berghänge, von denen Lawinen und Muren abgehen könnten, ausschließen.
 

Grundstück ist nicht gleich Grundstück!

Nicht jedes Grundstück eignet sich gleichermaßen für jeden Zweck. Daher sollten Sie sich schon im Vorfeld überlegen, wie Sie das in Aussicht stehende Grundstück nutzen wollen. Insgesamt unterschiedet man vier Arten von Grundstücken untereinander. Es gibt Flächen zur forst- und landwirtschaftlichen Nutzung, Bauerwartungsland, Rohbauland sowie baureifes Land.
 

1. Flächen zur forst- und landwirtschaftlichen Nutzung

Ackerland beispielsweise ist für eine Bebauung vollkommen ungeeignet. Es liegt meist weit außerhalb vom Einzugsgebiet der Versorgungsbetriebe und ist fern ab guter Infrastruktur. Darüber hinaus ist das Erwirken einer Baugenehmigung äußerst mühsam und eher unwahrscheinlich, da das Land auch für die Zukunft als Ackerland angedacht ist.
 

2. Bauerwartungsland

Bei Bauerwartungsland handelt es sich um nicht erschlossenes Land, bei dem jedoch zu erwarten ist, dass die Gemeinde es in nicht absehbarer Zeit zur baulichen Nutzung freigeben wird. Recht selten vergeben Banken für den Kauf solcher Grundstücke Kredite zur Baufinanzierung.
 

3. Rohbauland

Rohbauland ist ebenfalls noch nicht erschlossenes Land. Hier müssen Sie die Teilfinanzierung der Erschließung mit in die Kalkulation Ihres Budgets einbeziehen.
 

4. Baureifes Land

Diese Baugrundstücke sind Baugrundstücke die erschlossen sind: sie sind frei von Hindernissen wie großen Bäumen und es besteht bereits Baurecht. Sie sind die teuerste Art von Fläche, aber auch die unkomplizierteste und risikoärmste. Der Kauf lässt sich gut über ein Bankdarlehen finanzieren. Achtung: Auch, wenn das Grundstück als erschlossen gilt, sollten Sie sich unbedingt über die exakte Position der Leitungen informieren. Auch bei einem Baugrundstück, das als voll erschlossen deklariert werden darf, können die Leitungen über 100 Meter vom Grundstück entfernt liegen.
 

Auf dem Boden der Tatsachen

Bevor es an die Bebauung geht, sollten Sie in jedem Fall Kenntnis über die Beschaffenheit des Bodens haben. Existiert noch kein Bodengutachten für das gewählte Grundstück, ist es ratsam für eine Investition zwischen 500,- und 1.000,- Euro selber eines durch einen unabhängigen Gutachter erstellen zu lassen. Das Baugrundgutachten dokumentiert nämlich die Baugrund- und Grundwasserverhältnisse. Mittels dieser Informationen lässt sich ermitteln, ob der Boden das Haus tragen kann, ob ein Kellerbau möglich ist und ob Sie vor dem Bau in Drainagen investieren müssen. Des Weiteren gibt es Auskunft darüber, ob der Boden mit Schadstoffen kontaminiert ist. In manchen Fällen gilt die Sanierungspflicht nicht ausschließlich für die Verursacher, sondern es müssen teils auch die neuen Eigentümer für die Beseitigung der Altlasten aufkommen. Um dem zu entgehen, ist es lohnend beim Umweltamt nachzufragen, ob diesbezüglich etwas bekannt ist. Das Bodenguthaben schützt Sie vor solchen potenziellen Schadensfällen und dient als Berechnungsgrundlage für die sichere Gründung der Immobilie.
 

Grundstück richtig bebauen – Der Bebauungsplan

Der Bebauungsplan gibt Aufschluss darüber, was wie gebaut werden darf. In diesem Dokument sind alle bautechnischen Details enthalten. Denn in Deutschland darf nicht jeder seine Immobilien bauen, wie es ihm gerade in den Sinn kommt. Von der Form des Hauses über die Geschossflächenzahl und den Mindestabstand zum nächsten Nachbargebäude – der in Deutschland zwischen 2,00 bis 3,00 m beträgt – bis hin zur zu bebauenden Fläche und Farbgestaltung der Fassade ist im Bebauungsplan alles geregelt. Gerade, wenn Sie eine besonders ausgefallene Immobilie planen, können Sie ein Grundstück mit einem Blick in den Bebauungsplan schneller ausschließen. Sollte allerdings kein Bebauungsplan existieren, dann greifen die Bestimmungen des § 34 BauGB. Nach diesem Paragraphen des Baugesetzbuches muss sich die Immobilie in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen.
 

Grundbucheintrag prüfen

Zu guter Letzt, bevor es in die Preisverhandlung geht, ist das Grundbuch zu überprüfen. Der Grundbuchauszug verrät nicht zuletzt, ob jemandem ein Vorkaufsrecht eingeräumt wurde. Ferner kann hier eingesehen werden, ob das Grundstück finanziell unbelastet ist oder nicht. Es kann nämlich durchaus sein, dass noch eine Grundschuld gegenüber einem Finanzinstitut oder anderen Unternehmen offen ist. In Abschnitt II des Grundbuches finden Sie zudem Angaben darüber, ob es bestimmte Dienstbarkeiten wie zum Beispiel eine Baubeschränkung oder ein Wegerecht für den Nachbarn gibt.
 

Der Kaufvertrag

Etwa zwei Wochen vor dem finalen Unterzeichnungstermin des Kaufvertrages wird Ihnen ein Kaufvertragsentwurf zugestellt. Dieser enthält Angaben wie Größe, Lage und Preis des Grundstücks. Prüfen Sie diese Daten sorgfältig und lassen Sie den Kaufvertragsentwurf im Zweifel zusätzlich auch noch von einem Anwalt überprüfen. Nach erfolgter Unterschrift sind keine Änderungen mehr möglich.
 

Die notarielle Beglaubigung

Damit das Grundstück in Ihren Besitz übergehen kann, muss der endgültige, von ihnen und dem Verkäufer unterzeichnete Grundstück-Kaufvertrag von einem Notar beglaubigt werden. Im Anschluss daran kümmert er sich für Sie auch um behördliche Genehmigungen und die Anpassung im Grundbuch, in das Sie als neuer Besitzer eingetragen werden. Sofern Sie das Grundstück mit Hilfe eines Darlehens erwerben, beurkundet er zudem die Grundschuld und vermerkt die Hypothek auf das Grundstück. Wie sie sehen, gilt es beim Kauf eines Grundstückes einiges zu beachten. Gerne stehen wir Ihnen beratend zur Verfügung, damit Sie das richtige Grundstück für sich finden. Gerne können Sie sich mit Ihrem Anliegen über unser Kontaktformular an uns wenden. Nutzen Sie auch unsere kostenlose Checkliste zum Thema „Immobilie Verkaufen – Was gehört dazu?“. Diese finden Sie zum kostenfreien Download unter diesem Artikel. Gemeinsam holen wir das Beste aus Ihrem Immobilienverkauf heraus. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.
 
 
 
 

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Immobilie verkaufen – Was gehört dazu?

 
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Für Sie ist wichtig: Jede Immobilie kann verkauft werden, unabhängig von der jeweiligen Situation. Allerdings ist der häufigste Fehler ein überschätzter Kaufpreis. Das kann am Ende zum Verkauf unter Marktwert führen. Lassen Sie daher lieber eine professionelle Wertschätzung vornehmen und sich von einem guten Makler beraten. Sie möchten Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung verkaufen? Wir übernehmen das gerne für Sie!

 

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